Abstechen: Wein sauber vom Bodensatz trennen

Keine Sorge, beim Abstechen geht es nicht um Krimis oder blutige Szenen, sondern um Weinherstellung. Wer schon einmal im Weinkeller stand, kennt das Problem: Nach der Gärung setzt sich ein Bodensatz aus Hefe, Trübstoffen und Weinstein im Fass oder Tank ab. Und genau hier kommt das Abstechen ins Spiel.

Abstechen bedeutet, den Wein vorsichtig vom Bodensatz zu trennen, ohne die Trübstoffe wieder aufzuwirbeln. In der Praxis wird der Wein oben abgeschöpft oder umgepumpt. Noch schonender ist das Siphonieren, bei dem der Wein in ein tiefer stehendes Gefäß fließt. So bleibt der Wein klar und sauber und schmeckt natürlich hinterher viel besser!

Ein Wein kann im Verlauf seiner Herstellung mehrfach abgestochen werden:

  • Erster Abstich: Nach der alkoholischen Gärung, um die Hefen zu entfernen.
  • Zweiter Abstich: Nach der Winterkälte, um ausgefällten Weinstein abzutrennen.
  • Weitere Abstiche: Optional, um den Wein weiter zu filtern und optisch zu verbessern.

Heutzutage wird in modernen Weinkellereien oft weniger abgestochen, weil Filter oder Zentrifugen die Schönung übernehmen. Trotzdem ist das Abstechen ein klassischer Arbeitsschritt, der zeigt, wie sorgfältig Winzer mit ihrem Produkt umgehen.

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Merke:

Beim Abstechen wird der Wein vorsichtig vom Bodensatz getrennt, damit er klar, rein und genussfertig bleibt.