Maische – die Geheimwaffe für Farbe und Geschmack im Wein
Einer der vielen Fachbegriffe die mit Wein zu tun haben ist Maische. Kurz gesagt: Maische ist die Masse aus Traubenschalen, Kernen und manchmal auch Stielen, die nach dem Pressen der Trauben übrig bleibt. Klingt unspektakulär? Weit gefehlt! Gerade bei Rotweinen spielt die Maische eine entscheidende Rolle.
Warum? Weil der Most auf der Maische vergoren wird. Das bedeutet, dass die Flüssigkeit zusammen mit den Schalen und Kernen gärt. Dabei übernimmt der Most Farbe, Gerbstoffe (Tannine) und Aromen aus der Maische – genau das, was Rotweinen ihre Tiefe, Struktur und Haltbarkeit verleiht. Ohne Maische wären unsere Lieblingsrotweine blass, geschmacklich flach und deutlich weniger spannend.
Begriffe, die du als Azubi kennen solltest:
- Maische: Masse aus Traubenschalen, Kernen und ggf. Stielen, die nach dem Pressen der Trauben übrig bleibt.
- Most: Frisch gepresster Traubensaft, der später zu Wein vergärt.
- Tannine / Gerbstoffe: Stoffe aus Schale und Kern, die dem Wein Struktur, Bitterkeit und Lagerfähigkeit geben.
- Vergärung: Prozess, bei dem Zucker in Alkohol umgewandelt wird.
Tipp: Als Azubi solltest du wissen, dass Rotwein auf der Maische vergoren wird, während Weißwein meist ohne Maische gärt. Das erklärt nicht nur die unterschiedliche Farbe, sondern auch die Struktur und den Geschmack der Weine. Wenn ein Gast nach den Besonderheiten eines Rotweins fragt, kannst du die Maische als geheimes Aroma-Kraftwerk vorstellen.
