Nudeln und Teigwaren gehören zu den vielseitigsten Lebensmitteln in der Gastronomie. Sie werden als Hauptgericht, Beilage, Suppeneinlage oder Bestandteil von Aufläufen und Salaten verwendet. Weltweit gibt es zahlreiche Varianten, die sich in Zutaten, Form, Herstellungsverfahren und Kocheigenschaften unterscheiden.
Klassische Teigwaren werden meist aus Hartweizengrieß oder Weizenmehl und Wasser hergestellt. Je nach Rezeptur kommen Eier und weitere Zutaten hinzu. Der Teig wird geknetet, geformt und anschließend getrocknet oder als Frischteigware gekühlt angeboten.
Hartweizengrieß wird häufig für getrocknete Nudeln verwendet. Er besitzt gute Verarbeitungseigenschaften und ermöglicht bei geeigneter Herstellung eine feste, bissstabile Konsistenz.
Weichweizenmehl oder Weizengrieß wird unter anderem für bestimmte Eiernudeln und regionale Teigwaren verwendet. Die Eigenschaften hängen von der verwendeten Weizensorte, dem Mahlgrad und der Rezeptur ab.
Bei der industriellen Herstellung wird der Teig häufig durch Matrizen gepresst oder zu dünnen Teigplatten ausgewalzt und anschließend in die gewünschte Form gebracht. Danach werden getrocknete Nudeln kontrolliert getrocknet, damit sie lagerfähig werden.
Frische Teigwaren werden meist nicht vollständig getrocknet. Sie enthalten mehr Feuchtigkeit und sind deshalb in der Regel kürzer haltbar. Ihre Lagerung richtet sich nach der Produktart und den Herstellerangaben.
Die Qualität von Nudeln wird durch die Rohstoffe, die Rezeptur, die Herstellung und die Kocheigenschaften beeinflusst. Wichtige Merkmale sind eine gleichmäßige Form, eine geeignete Festigkeit, ein guter Geschmack und eine möglichst geringe Neigung zum Verkleben oder Zerfallen beim Kochen.
Hartweizennudeln werden aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt. Sie sind besonders bei getrockneter Pasta verbreitet und können bei sachgerechter Zubereitung eine feste Konsistenz behalten.
Sie eignen sich für zahlreiche Nudelgerichte, beispielsweise mit Tomatensoße, Pesto, Gemüse oder Fleischsoßen.
Eiernudeln enthalten zusätzlich Ei oder Eiprodukte. Dadurch können sich Geschmack, Farbe und Teigeigenschaften verändern. Sie werden häufig für Bandnudeln, Suppennudeln und verschiedene regionale Spezialitäten verwendet.
Der tatsächliche Eigehalt kann je nach Rezeptur und Produkt variieren. Angaben wie „mit Ei“ oder „mit hohem Eigehalt“ sollten deshalb anhand der Zutatenliste und der jeweiligen Produktkennzeichnung beurteilt werden.
Frischeinudeln werden aus frischem Nudelteig hergestellt, der häufig Eier enthält. Sie sind oft weicher und benötigen eine kürzere Garzeit als getrocknete Teigwaren.
Frische Pasta eignet sich beispielsweise für gefüllte Nudeln, Bandnudeln und aufwendige Gerichte der gehobenen Küche. Wegen des höheren Wassergehalts muss sie entsprechend den Herstellerangaben gekühlt gelagert und zeitnah verarbeitet werden.
Vollkornnudeln werden aus Vollkornmehl oder Vollkorngrieß hergestellt. Dabei bleiben die wesentlichen Bestandteile des Getreidekorns einschließlich der Randschichten und des Keimlings erhalten.
Sie haben meist eine dunklere Farbe und einen kräftigeren, teilweise nussigen Geschmack. Durch ihren höheren Ballaststoffgehalt unterscheiden sie sich ernährungsphysiologisch von Nudeln aus hellem Mehl.
Bestimmte Teigwaren erhalten durch weitere Zutaten eine besondere Farbe oder ein zusätzliches Aroma.
Die genaue Zusammensetzung sollte anhand der Zutatenliste geprüft werden. Eine bestimmte Farbe allein sagt nicht aus, welche Zutaten tatsächlich enthalten sind.
Teigwaren lassen sich nach ihrer Form und Größe in verschiedene Gruppen einteilen. Die Form beeinflusst, wie gut eine Nudel Soße aufnimmt und für welche Gerichte sie sich eignet.
Langware umfasst lange, dünne oder bandförmige Teigwaren. Dazu zählen beispielsweise Spaghetti, Linguine, Fettuccine und lange Bandnudeln. Auch Lasagneplatten gehören zu den langen beziehungsweise flächigen Teigwarenformen.
Kurzware umfasst kurze, gebogene, gedrehte, gerillte oder röhrenförmige Nudeln. Viele Formen eignen sich gut für Salate, Aufläufe und Gerichte mit stückigen Soßen.
Suppennudeln sind meist klein und werden als Einlage in klaren Suppen oder Brühen verwendet. Typische Formen sind Sternchen, Buchstaben, kleine Muscheln und kurze Fadennudeln.
Sie sollten so gegart werden, dass sie ihre Form behalten und die Brühe nicht unnötig stark eintrüben. Bei größeren Mengen in der Gastronomie kann es sinnvoll sein, Suppennudeln separat zu kochen und erst kurz vor dem Servieren zuzugeben.
Gefüllte Nudeln bestehen aus Teig, der eine Füllung umschließt. Diese kann beispielsweise aus Käse, Gemüse, Fleisch oder Kräutern bestehen.
Gefüllte Teigwaren können frisch, gekühlt oder getrocknet angeboten werden. Die Garzeit richtet sich nach Teigdicke, Füllung und Produktart.
Glasnudeln unterscheiden sich deutlich von klassischen Weizennudeln. Da ihre Zusammensetzung variiert, sollte bei Allergien und Unverträglichkeiten immer die Zutatenliste geprüft werden.
Für eine gute Qualität müssen Teigwaren passend zur Sorte und zum gewünschten Gericht gegart werden.
Ob Nudeln nach dem Kochen abgeschreckt werden sollten, hängt vom Gericht ab. Für viele warme Pasta-Gerichte ist das nicht erforderlich, weil Stärke auf der Oberfläche dabei helfen kann, die Soße zu binden. Bei kalten Nudelsalaten kann schnelles Abkühlen dagegen sinnvoll sein.
Getrocknete Nudeln sollten trocken, kühl und gut verschlossen gelagert werden. Sie sind bei sachgerechter Lagerung in der Regel lange haltbar; maßgeblich sind die Angaben auf der Verpackung.
Frische Nudeln und gefüllte Teigwaren sind je nach Produkt kühlpflichtig und müssen entsprechend den Herstellerangaben gelagert werden. Nach dem Kochen sollten Nudeln, die nicht sofort serviert werden, zügig abgekühlt und gekühlt aufbewahrt werden. Beim Wiedererwärmen sind die betrieblichen Hygienevorgaben einzuhalten.
Bei Teigwaren mit Ei, Milchprodukten, Fleisch oder anderen Füllungen ist besonders auf die Kühlkette und eine hygienische Verarbeitung zu achten.
Nudeln und Teigwaren unterscheiden sich durch ihre Zutaten, Herstellungsverfahren und Formen. Von Hartweizennudeln über Vollkornpasta bis hin zu Spätzle, Glasnudeln und gefüllten Teigtaschen bietet jede Variante unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Wer die Eigenschaften der verschiedenen Teigwaren kennt, kann sie gezielt auswählen, fachgerecht zubereiten und passend zu Soßen und weiteren Zutaten servieren.