Brot gehört zu den ältesten Grundnahrungsmitteln der Welt und ist aus der Gastronomie nicht wegzudenken. Es wird zum Frühstück, als Beilage, für Sandwiches oder als Bestandteil von Vorspeisen und Buffets serviert. Die große Auswahl an Brotsorten entsteht durch unterschiedliche Getreidearten, Zutaten, Teigführungen und Backverfahren.
Die Grundlage vieler Brote bilden Mehl oder Schrot, Wasser und Salz. Je nach Rezept kommen Hefe, Sauerteig, Gewürze, Saaten oder weitere Zutaten hinzu.
Die Herstellung erfolgt typischerweise in mehreren Schritten:
Die genaue Herstellung unterscheidet sich je nach Brotsorte. Sauerteig spielt besonders bei vielen Roggenbroten eine wichtige Rolle, während Weizenbrote häufig mit Hefe oder anderen Triebführungen hergestellt werden.
Brote lassen sich unter anderem danach unterscheiden, welche Getreidearten bei ihrer Herstellung verwendet werden.
Die Bezeichnungen allein verraten nicht immer die genaue Zusammensetzung. Bei verpackten Produkten und in der Speisenbeschreibung sind deshalb die tatsächlichen Zutaten beziehungsweise die Rezeptur entscheidend.
Neben der Getreideart unterscheiden sich Brote auch dadurch, wie sie geformt und gebacken werden.
Freigeschobene Brote werden ohne Backform direkt auf dem Backblech oder der Backfläche des Ofens gebacken. Zwischen den Teiglingen bleibt genügend Abstand, damit sie sich beim Backen ausdehnen können.
Typische Beispiele sind viele Landbrote, Bauernbrote und runde oder längliche Laibe. Sie besitzen häufig eine rundum ausgebildete Kruste. Wie kräftig diese ausfällt, hängt unter anderem von Rezeptur, Backtemperatur und Dampfzufuhr ab.
Angeschobene Brote werden so dicht nebeneinander gebacken, dass sich die Teiglinge während des Backens seitlich berühren. An den Kontaktstellen bildet sich dadurch meist weniger Kruste. Die Seiten bleiben weicher als die Oberseite.
Dieses Verfahren kann bei bestimmten Brotformen und traditionellen Backwaren eingesetzt werden. Die genaue Krustenbildung hängt vom jeweiligen Teig und Backprozess ab.
Kastenbrote werden in rechteckigen Backformen hergestellt. Die Form gibt dem Brot seine typische Gestalt und sorgt für eine gleichmäßige Größe.
Bekannte Beispiele sind Toastbrot und viele Schnittbrote. Durch den Kontakt mit der Form bleiben die Seiten häufig weicher als bei freigeschobenen Broten. Die Oberseite kann dagegen eine deutlichere Kruste entwickeln.
Kastenbrote lassen sich gut in gleichmäßige Scheiben schneiden und eignen sich daher besonders für Frühstücksbuffets, Sandwiches und belegte Brote.
Einige Brote werden in speziellen geschlossenen Backkammern oder unter besonderen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen hergestellt. Dabei kann eine sehr weiche oder kaum ausgeprägte Kruste entstehen.
Pumpernickel ist ein bekanntes Beispiel für ein Brot, das traditionell über viele Stunden bei relativ niedrigen Temperaturen gebacken wird. Seine dunkle Farbe und das charakteristische Aroma entwickeln sich während dieses langen Backprozesses.
Nicht jedes dunkle Brot wird allerdings in einer Dampfkammer hergestellt. Die konkrete Technik hängt von der Brotsorte und dem jeweiligen Herstellungsverfahren ab.
Bei der Beschreibung von Brot spielen zwei Begriffe eine wichtige Rolle:
Kruste und Krume werden durch Getreideart, Mahlgrad, Teigführung, Wasseranteil und Backbedingungen beeinflusst. Für die Gastronomie sind diese Eigenschaften wichtig, weil sie bestimmen, wie sich ein Brot schneiden lässt und zu welchen Speisen es passt.
Die Auswahl des Brotes sollte zum Gericht und zum Anlass passen.
Bei der Präsentation sollte Brot frisch wirken und hygienisch angeboten werden. Bereits angeschnittene Brote sollten vor Austrocknung geschützt werden. Für Buffets empfiehlt es sich, passende Mengen nachzulegen, statt große Vorräte lange offen stehen zu lassen.
Brot sollte so gelagert werden, dass es weder zu schnell austrocknet noch durch Feuchtigkeit schimmelt. Für viele Brote eignet sich eine saubere, trockene und gut belüftete Brotbox oder ein entsprechender Behälter. Die optimale Lagerung hängt von der Sorte und dem gewünschten Verwendungszeitpunkt ab.
Die Kühlung im Kühlschrank kann bei vielen Broten dazu führen, dass sie schneller altbacken werden. Für eine längere Aufbewahrung ist Einfrieren häufig besser geeignet. Aufgetautes Brot sollte entsprechend den betrieblichen Hygienevorgaben behandelt werden.
Brot ist ein vielseitiges Lebensmittel, dessen Eigenschaften von Getreideart, Zutaten, Teigführung, Form und Backverfahren abhängen. Wer die wichtigsten Brotsorten und ihre Besonderheiten kennt, kann sie in der Gastronomie gezielt zu Speisen kombinieren, ansprechend präsentieren und sachgerecht lagern.