Personalentlohnung: Was ist das?

Personalentlohnung bezeichnet die Vergütung von Mitarbeitenden durch Lohn, Gehalt oder zusätzliche Leistungen.

Stell dir vor, du hast gerade deine neueste Stelle angetreten und nach den ersten Tagen voller Kennenlernrunden und ersten Aufgaben fragst du dich: „Wann kommt eigentlich das, was mir zusteht?!“ und damit ist nicht das Kaffeekränzchen im Büro gemeint, sondern die Frage, wie du für all deine Mühen entlohnt wirst. Genau darum geht es in der Personalentlohnung: Sie stellt sicher, dass für die geleistete Arbeit eines jeden Mitarbeiters eine faire finanzielle Gegenleistung erbracht wird. Aber Personalentlohnung ist mehr als nur das bloße „Geld auf’s Konto“. Sie umfasst eine ganze Reihe von Maßnahmen und Arten der Entlohnung, die von einem simplen Stundenlohn bis hin zu allerlei anderen geldwerten Leistungen reichen.

Was gehört zur Personalentlohnung?

Personalentlohnung ist quasi der Finanzplan für deine Arbeit, hier geht es darum, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter für deren Arbeit entlohnen. Diese Entlohnung kann auf verschiedene Arten erfolgen, zum Beispiel durch Bargeld oder auch durch nicht-monetäre Vorteile, die einen finanziellen Wert haben. Aber was bedeutet das im Detail?

Lohn vs. sonstige Entgeltteile

Wenn es um Entlohnung geht, hört man oft die Begriffe „Lohn“ und „sonstige Entgeltteile“. Die Unterscheidung könnte nicht klarer sein:

  • Grundlohn:
    • Der Grundlohn ist die Basis der Entlohnung und stellt den festen Betrag dar, den der Mitarbeiter für seine Arbeit erhält. Hier wird zwischen verschiedenen Arten von Grundlöhnen unterschieden:
  • Zeitlohn:
    • Der Mitarbeiter wird für die geleisteten Stunden bezahlt, unabhängig davon, wie schnell er arbeitet. Ist also ideal für den Mitarbeiter, der auch mal auf dem Weg zum Büro den Kaffee zu lange genießt. Ein bisschen mehr Entspannung!
  • Akkordlohn:
    • Anders als beim Zeitlohn, wird hier die Arbeit nach der Menge der erbrachten Leistung vergütet. Zum Beispiel, wenn du in einer Produktionsstätte arbeitest und nach Stückzahl bezahlt wirst. „Je mehr du schaffst, desto mehr bekommst du!“ – der ideale Anreiz für alle „Schaffer“ unter uns.
  • Prämienlohn:
    • Hier gibt es eine Basisvergütung, und zusätzlich können Leistungen oder Ziele mit einer Prämie belohnt werden. Du hast das Unternehmen vor dem Chaos bewahrt, indem du ein Projekt vor der Deadline fertig gemacht hast? Da könnte noch ein Bonus winken.
  • Pensumlohn:
    • Hier wird die Bezahlung nach einem festgelegten Pensum berechnet, beispielsweise nach der Menge an Aufgaben oder Projekten, die abgeschlossen werden müssen. Ein wenig wie das Ziel, ein bestimmtes Schrittziel auf der Fitness-App zu erreichen.

  • Ergänzender Lohn:
    • Der ergänzende Lohn setzt auf zusätzliche Zahlungen, die entweder zu speziellen Anlässen oder für zusätzliche Leistungen gezahlt werden. Hierzu gehören:
  • Prämien:
    • Diese gibt es für besondere Leistungen – für den besonders engagierten Einsatz oder für einen Meilenstein, den du überschreitest.
  • Zuschläge:
    • Diese Zahlungen kommen oft in besonderen Situationen zum Tragen, zum Beispiel bei Überstunden, Nachtarbeit oder an Feiertagen. Der Nachtarbeiter bekommt so nicht nur die normale Entlohnung, sondern zusätzlich einen „Nachtzuschlag“, der die wenig glamouröse Arbeitszeit in den späten Abendstunden ein wenig aufwertet.
  • Gratifikationen:
    • Diese Zahlungen werden in der Regel zu besonderen Anlässen wie Weihnachtsgeld oder einem Jubiläum gewährt. Sie sind ein schönes Dankeschön des Unternehmens für das ganze Jahr harter Arbeit.

Lohn ohne Leistung:

Nicht jeder „Lohn“ ist an eine bestimmte Arbeitsleistung gebunden. Manche Zahlungen gibt es auch, wenn du nicht arbeitest. Klar, Urlaub und Krankheit sind nun mal Zeiten, in denen du nicht aktiv tätig sein kannst, aber trotzdem deine Ansprüche auf Entlohnung behältst. Hier ein paar Beispiele:

  • Krankheit:
    • Wenn du krank bist, bekommst du in der Regel weiterhin Lohn, auch wenn du nicht zur Arbeit kommst. Das sogenannte Krankengeld sorgt dafür, dass du nicht gleich „in den Minusbereich“ gerätst, wenn du dir den Magen verdorben hast.
  • Urlaub:
    • Natürlich gibt es auch Urlaubsentgelt. Schließlich möchtest du deine verdienten freien Tage ohne finanzielle Sorgen genießen.
  • Feiertage:
    • Arbeitest du an einem Feiertag, wird das oftmals mit einem Zuschlag vergütet – schließlich will kaum jemand an Weihnachten im Büro sitzen.

Gesetzliche Abzüge:

Leider ist das Leben nicht nur Sonnenschein und so bleiben uns die gesetzlichen Abzüge nicht erspart. Aber keine Sorge, sie sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und dienen einem guten Zweck (irgendwo muss das Geld für Krankenversicherung, Rente und Co. ja herkommen). Hier die wichtigsten Abzüge:

  • Lohnsteuer:
    • Die Lohnsteuer ist eine Sonderform der Einkommenssteuer und wird direkt vom Lohn des Mitarbeiters abgezogen. Sie hängt von deinem Einkommen, deinem Familienstand und der Anzahl deiner Kinder ab. Ein bisschen wie der Steuerschnüffler, der in deinem Lohnsatz nachhakt. Aber hey, wer will schon, dass der Staat später bei der Steuererklärung nochmal vorbeischaut? Solidaritätszuschlag: Der Solidaritätszuschlag von 5,5% wurde ursprünglich zur Finanzierung der deutschen Einheit eingeführt und war lange Zeit eine allgemeine Abgabe.
  • Sozialversicherungsbeiträge:
    • Diese werden sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer gemeinsam getragen und umfassen mehrere Bereiche, darunter:
  • Krankenversicherung:
    • Weil keiner von uns gerne auf den Notdienst angewiesen ist.
  • Pflegeversicherung:
    • Was passiert, wenn wir mal im Pflegefall sind – sicherstellen, dass es nicht ganz so dramatisch wird.
  • Rentenversicherung:
    • Für später – damit du nicht als Rentner plötzlich mehr mit dem Portemonnaie jonglieren musst als mit deinem Gedächtnis.
  • Arbeitslosenversicherung:
    • Sollte es doch mal eng werden und du deinen Job verlierst, ist es gut, eine Absicherung zu haben.