Trester

Rückstände der Traubenpressung werden weiterverarbeitet zu Destillaten und Nebenprodukten

Trester bezeichnet die festen Rückstände, die nach der Kelterung von Trauben übrig bleiben. Dazu gehören Schalen, Kerne und Stielreste, die nach dem Pressvorgang vom Traubensaft getrennt werden. In der Gastronomie und Hotellerie ist der Begriff vor allem im Zusammenhang mit Wein, Destillaten und Weinwissen relevant.

Nach der Traubenlese werden die Trauben gepresst, um Most zu gewinnen. Der dabei entstehende feste Pressrückstand ist der Trester. Seine Zusammensetzung hängt stark von Rebsorte, Reifegrad und Pressverfahren ab. Er enthält noch aromatische Bestandteile, Farbstoffe und Gerbstoffe, die zuvor während der Mazeration in den Most übergegangen sind.

In der Weinproduktion spielt Trester eine wichtige Nebenrolle, da er weiterverwertet werden kann. Besonders bekannt ist die Herstellung von Tresterbränden wie Grappa oder Marc, bei denen der Rückstand destilliert wird. Dadurch entstehen kräftige Spirituosen mit typischem Traubencharakter. Auch in der Landwirtschaft wird Trester teilweise als Dünger oder Tierfutter genutzt.

Für die Gastronomie und Hotellerie ist Trester vor allem im Kontext von Weinwissen und Produktkompetenz relevant. Servicekräfte und Sommeliers nutzen den Begriff, um Gästen die Weinherstellung verständlich zu erklären und die Qualität eines Hauses zu unterstreichen. Besonders in Weinregionen oder gehobenen Restaurants gehört dieses Hintergrundwissen zur Beratung am Gast.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit gewinnt Trester zunehmend Bedeutung. Viele Weingüter und Gastronomiebetriebe setzen auf eine vollständige Verwertung der Rohstoffe, um Abfälle zu reduzieren und regionale Kreisläufe zu stärken. Dadurch wird Trester Teil moderner nachhaltiger Produktionskonzepte in der Lebensmittel- und Getränkebranche.